Island

Mit dem Planen der Reise haben wir bereits im Januar begonnen. Die Hauptsaison auf Island geht von Juni bis Ende August. In der Zeit gibt es mehr Touristen als Einwohner auf der Insel. Trotz der frühen Planung gab es bereits Absagen bei einzelnen Unterkünften. Auch der MIetwagen wollte organisiert sein. Viele Firmen verlangen astronomische Preise für die Fahrzeuge. Bei einigen dachte man durchaus, dass es der Kaufpreis und nicht der Mietpreis ist. Mit der Hilfe von Islandforen fanden wir JeepCheap.

Tag 1: Reykjavik – 1 – Mosfellsbær – 36 – Pingvellir – 365 – Laugarvatn – 37 – Stóri Geysir – Gullfoss – 37 – Laugarvatn

Los gehts ab Friedrichhafen , wo wir am Abend mit Iceland Express direkt nach Reykjavik fliegen. Flüge sind nicht ganz günstig, und zu essen und trinken bekommt an Bord nur gegen Cash. Kleiner Tipp: nehmt schon ISK mit, dann ist alles etwas günstiger und man bekommt ein dankbares Lächeln von den Stewardessen. Am Flughafen Reykjavik wartet dann der Bus, der einem zur zentralen Busstation im Centrum bringt, und von dort werden dann noch einige Hostels, Hotels etc. angefahren. Zu jeder Tag und Nachtzeit. Die ganze Organistaion klappte super, auch das einchecken im Hostel. Gott sei Dank waren wir so müde, dass wir nicht drüber nachdenken konnten, ob das Hostel nun gut oder schlecht ist. Empfehlen tun wir es hier mal nicht. Am Mittag, nach einer kurzen Nacht im Reykjavik Backpackers, konnten wir unseren gebuchten Jeep abholen. Die Vermietung war etwa 10min zu Fuss vom Hostel entfernt und Andreas ging alleine los. Machte mehr Sinn, als quer durch die Stadt inklusive Gepäck zu watscheln. Gebucht war ein Mitsubishi Pajero und erhalten haben wir einen Grand Cherokee Jeep. Vom Verbrauch her ist natürlich der Jeep mit seinem grossen Hubraum und Benzinmotor gegenüber dem Mitsubishi natürlich im Nachteil. Vom Komfort her waren wir aber sehr zufrieden mit dem Fahrzeug. Der Vermieter ermahnte noch zur vorsichtigen Fahrt auf den Strassen und Pisten Islands. Zur Abschreckung stehen auf dem Parkplatz zwei schrottreife Fahrzeuge. Schulter zuckend meinte der Autovermieter „Ja, die Leute haben es knapp überlebt. Sie haben die Strasse unterschätzt“.

Der Grand Cherokee Jeep war schon etwas verbraucht. Die Vormieter hatten wohl auch schon ihren Spass damit. Der Blinker nach links funktionierte nicht, und der Scheibenwischer auf der Beifahrerseite kratzte mehr, al er wischte. Platz hatten wir mit unserem Gepäck reichlich.

Wir haben noch gemeinsam Reykjavik erkundet. Die Altstadt ist hübsch und es reihen sich ein Geschäft an das andere. Überall gibt es Souvenirs zu kaufen, darunter auch T-Shirts mit dem Aufdruck „Ég tala ekki íslensku“ – Ich spreche kein Isländisch. Mit allen Sehenswürdigkeiten, wie zum Beispiel die Kirche Hallgrímurs, hat man die Stadt innerhalb von 3h durch. Noch ein kurzer Aufenthalt bei http://perlan.is, unser erster Geysir un eine sensationelle Aussicht über komplett Reykjavik! ISLAND, wir kommen. Unser Uralub geht los!

Endlich raus aus der Stadt. Noch kurz im Supermarkt  halt gemacht und uns mit dem Wichtigsten versorgt. Das tägliche Leben erschien uns sehr teuer. Einiges war auf ähnlichem Preisniveau wie in der Schweiz, noch teurer als in Deutschland. Nun war der Jeep voll. Nach hinten sah ich nichts mehr.
Auf den ersten Kilometer ausserhalb war die Hauptstrasse sehr gut ausgebaut, doch mit jeder Minute wurde es weniger Verkehr. Kurz mal im Irgendwo halt gemacht und schon waren da die ersten Schafe. Bewaffnet mit der Kamera ging es auf die Pirsch. Den Schafen wurde es bald zu blöd mit uns, und verschwanden dann in der Prärie.

Unsere erste Station war Pingvellir. Dort bestaunten wir die Kontinentalplatten und hatten im Besucherzentrum einen ersten Einblick in den Vulkanismus Islands. Pingvellir gehört zum Golden Circle. Viele Touristen fahren hier durch auf dem Weg zum Geysir und Gullfoss. Besonders Passagiere von Kreuzfahrtschiffen. So hat man in einem Tag „alles“ gesehen. Bei gutem Wetter sogar Gletscher.

Nach einer ersten kurzen Fahrt über eine Piste erreichten wir Laugarvatn und unser erstes Hostel. Die Zimmer waren geräumig und hatten ein eigenes Bad. Kochen kann man in zwei gut eingerichteten Küchen, es gibt auch die Möglichkeit dort Frühstück zu bekommen. Wir haben unsers selber zubereitet. Im Garten gab es einen Hotpot – eigentlich war es ein Whirlpool ohne Whirl. Das Wasser wr ganz schön schwefelig, aber leider auch nicht so warm. Im Ganzen waren die drei Nächte dort ganz angenehm.

Zum späten Nachmittag hin fuhren wir nochmals los. Wir wollten noch den Geysir und Gullfoss, den ersten grossen Wasserfall, sehen. Der grosse Geysir – Stokkur – bricht etwa alle 5 Minuten aus. Wir waren erstaunt, wie nahe man an das Wasserloch heran konnte. Man sollte nur die Windrichtung im Auge behalten, so kommt man bis 3 Meter ans Schauspiel. Am frühen Morgen ist es dort am ruhigsten. Spätnachmittags standen noch Reisebusse auf dem Parkplatz. Nach ungefähr 10 erlebten Ausbrüchen entschieden wir uns weiterzufahren an den Gullfoss. Der Wasserfall ist eindrücklich. Das Getöse und die Schwaden nimmt man schon von sehr weit her wahr. Doch erst wenn man oberhalb, oder wie Dominik und Yasmin, direkt davor steht, sieht man die kompletten Ausmasse.

Mit vielen Eindrücken fuhren wir in unsere Bleibe zurück und fielen müde ins Bett.
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